Karnischer Höhenweg

Friedensweg in den Lienzer Dolomiten im Grenzgebiet
zwischen Österreich und Italien

von Sonntag, 1.8. bis Montag, 9.8.2010

 

Teilnehmer: Udo, Karl, Monika, Horst, Rosi, Andreas, Günter, Doris, Klaus

Während des ersten Weltkrieges verlief die Front zwischen Österreich und Italien über die Höhen im Bereich der Karnischen Alpen. Aus dieser Zeit stand ein Netz von Versorgungswegen. Die alten Kriegssteige, teilweise bereits verfallen, bilden die Grundlage des heutigen Karnischen Höhenweges, der in den Jahren 1975 bis 1978 vom ÖAV – Sektion Austria mit Unterstützung der Dolomitenfreunde, der österreichischen und italienischen Gebirgsjäger, sowie des Bundesheeres wieder begehbar gemacht wurde. Es wurden zusätzliche Berghütten errichtet, jedoch einige Etappen waren bis zu 8-9 Stunden lang.

Der Höhenweg verläuft zwischen 1200m und 2800m Höhe und ist ca. 130 km lang. Einige gefährliche Abschnitte sind mit Seilen gesichert, wobei zur Zeit einige Sicherungen in einem schlechten Zustand waren – mit ausgebrochenen Verankerungen. Während der gesamten Tour hatten wir überwiegend schönes Wetter mit hervorragenden Aussichten auf die wunderschöne Bergwelt. Oft waren wir in Gedanken und im Gespräch über den Wahnsinn der kriegerischen Vergangenheit 1914-1918. Viele junge Männer mußten unter extremsten Bedingungen hier in den Bergen die Frontlinie aufrecht erhalten und das sehr oft mit dem Leben bezahlen.

Tages-Etappen: Aufstieg Sillian – Sillianer Hütte, Obstanzer-See Hütte, Porzehütte, Hochweißsteinhaus, Wolayer-See Hütte, Valentins Alm, Zollner-See Hütte, Naßfeldpass, Hermagor. An- und Abfahrt mit Zug und Bus.

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