94. und "letzter" Reisebericht der Weltumradlung:

aus Frauenaurach

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Unsere Stationen: 09.07.08 Ochsenfurt/Main – 10.07.08 Ruhetag in Ochsenfurt – 11.07.08 Sennfeld/Schweinfurt – 12.07.08 Bad Staffelstein – 13.07.08 Ruhetag in Bad Staffelstein – 14.07.08 Bamberg/Ortsteil Bug – 15.07.08 Ankunft zuhause in Erlangen-Frauenaurach

So richtig radeln war das jetzt nicht mehr. Wir bummelten eher dahin und waren erstaunt über die breit ausgebauten und asphaltierten Radwege entlang des Mains.

Nicht nur große, sehenswerte Städte glänzten. Auch kleine Orte, wie z.B. Himmelstadt zwischen Würzburg und Ochsenfurt sind eine Reise mit dem Fahrrad wert.  

Um punktgenau nach Hause zu kommen entschieden wir uns für einen Abstecher nach Bad Staffelstein.

Der letzte Ruhetag fiel dem Regen zum Opfer. Unsere Planung hätte nicht besser sein können, denn in der Obermaintherme mit der wärmsten und stärksten Thermalsole Bayerns verbrachten wir zusammen mit unseren Webmastern Rosi und Karl-Heinz erholsame und regenerierende Stunden.

Währenddessen bestand unser kleines Zelt die „letzte Wasserprobe“ auf dem Campingplatz gleich neben dem Kurgarten.

Wer kennt nicht das Sprichwort: „Wenn Engel reisen, lacht der Himmel!“ Es ist ja schließlich Sommer! Langsam tasteten wir uns dem Endziel entgegen.

 „Die Schleuse Hausen – dieser markante Punkt fällt bereits in unsere Trainingslaufstrecke“, sagte ich zu Klaus. Nach ein paar weiteren Pedalumdrehungen sahen wir schon Karl-Heinz aus dem Schatten der Bäume heraustreten, um die ersten Ankunftsfotos von uns zu schießen. Keine 2 km weiter warteten schon unsere Freunde Moni und Manni mit Sekt und Brezeln auf uns.

Sie hatten auch den Auftrag, unsere Räder mit Luftballons zu schmücken. Mit den flatternden Ballons an den Rädern steuerten wir die „blaue Brücke“ von Möhrendorf an, an der uns Gerhard Müller vom Verein TDM Franken empfing.

Eine große Abordnung lieber Triathlonfreunde, ehemaliger Arbeitskolleginnen und –kollegen mit meiner Ex-Chefin Frau Willmann-Hohmann standen wartend mit ihren Rädern an der Erlanger Schleuse. Herr Oberbürgermeister Dr. Balleis nahm uns in Empfang und nach unzähligen Fotos und Interviews begleitete er uns radelnd ein Stück auf unserem Nachhauseweg.

Für evtl. weitere geplante Radltouren überreichte er uns ein Reparaturset sowie einen Tacho mit dem Logo der Stadt Erlangen.

Der Radcorso bewegte sich dann über den Wiesengrund auf Frauenaurach zu. Als wir in die Herzogenauracher Straße einbogen hupten Autos von den Nebenstraßen mit uns um die Wette.

Auf Höhe unserer Garageneinfahrt hielten Hilde und Helmut ein „Ziel“-Banner über die Straße.

Mein Ex-Kollege Günter Weinkauf spielte mit einigen Musikanten der Höchstädter Blaskapelle zu unserer Ankunft zünftig auf.

Meine Mutter und Rosi, die Hauptorganisatoren, hatten keine Kosten und Mühen gescheut und uns einen grandiosen und gigantischen Empfang bereitet. Viele fleißige Hände standen den beiden hilfreich zur Seite, um den Erfolg des Festes zu gewährleisten. Nachbarn und weitere gute Freunde kamen, um uns herzlich Willkommen zu heißen. Meine Schwester Birgit sowie unsere Freunde Günter und Karl-Heinz hielten die schönsten Augenblicke mit ihren Kameras fest.

Die vorgetragenen, umgetexteten Lieder von Rosi, die Übergabe der „Machu Picchu-Ordner, die unsere ganze Tour beinhalten, der feierliche Abschnitt von Klaus Haar-„Schwänzla“, die Blumensträuße und Geschenke der Freunde und Nachbarn – wir können nur sagen: „ Ihr ward alle Spitze!“

Wir möchten Euch allen recht herzlich danken, denn ohne Euch wäre unsere Reise und glückliche Ankunft nicht möglich gewesen. Wir danken Euch dafür, dass ihr uns während unserer Reise so lieb und treu durch die moderne Internet-Kommunikation begleitet habt.

Die immer wieder während unserer Tour von Freunden und Verwandten erhaltenen Emails gaben uns das Gefühl, mit der Heimat verbunden zu sein.

In 824 Tagen radelten wir in 3.513 Stunden 56.926 km und bewältigten dabei 334.888 Höhenmeter. Wir besuchten 5 Kontinente und fuhren durch 40 Länder. Wir können nur von guten Erfahrungen berichten. Wir waren zu Gast in der Welt, wurden überall freundlich aufgenommen und durften große Hilfsbereitschaft erfahren.

Herzlichen Dank an alle für ihr entgegengebrachtes Vertrauen und die vielen selbstlosen Einladungen.

Eure Weltumradler

Doris und Klaus Höhle

Unser Traum wurde wahr!!!


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